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Hildburghausen: Nazikundgebung gegen Marktfest der Linkspartei

Eintragsdatum: 2013-05-10Quelle: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

Am Sonntag, dem 05.05.2013, hielt die Partei "Die Linke" ein Fest auf dem Hildburghäuser Marktplatz ab. Schon ein paar Wochen vorher mobilisierten die Neonazis des "Bündnis Zukunft Hildburghausen" (BZH) gegen die Veranstaltung und meldeten ebenfalls eine Kundgebung in der Nähe des Marktplatzes an.

Die Nazikundgebung fand unter dem Motto "Sozial geht nur national!" statt und genau so sinnentleert wie das Motto der Gegenkundgebung, war der dazugehörige Aufruf, bestehend aus ganzen fünf Sätzen. Ein klares politisches Ziel wird aus dem Fünfzeiler nicht wirklich ersichtlich. Man wolle lediglich "nicht mehr tatenlos zusehen", wie die Partei "Die Linke" Propaganda unter die Leute bringt. Wieso und weshalb man demonstrierte wird auch eher spärlich begründet: "...keiner in Hildburghausen will oder braucht euch! Ihr seit hier nicht willkommen!" (Rechtschreibefehler im Originaltext).

Jedoch schien die Veranstaltung ca. 50-60 Neonazis aus dem Raum Hildburghausen, Coburg und Südthüringen anzusprechen. Die Polizei, die mit einem Aufgebot von rund 100 Beamten in Hildburghausen war und eine Konfrontation vermeiden wollte, wird von Antifaschist_innen aus Hildburghausen kritisiert, jeglichen Gegenprotest gegen die Nazis unterbunden zu haben und antifaschistischen Protest außerhalb der Sicht- und Hörweite der Nazis verlagert zu haben. [1] Ebenfalls wird bemängelt, dass es einigen Neonazis nach dem Ende der BZH Kundgebung gelang, vorbei an der Polizei auf das Marktfest der "Linken" zu kommen, um die sich die Ordner des Marktfestes kümmern mussten.

Den Nazis um Tommy Frenck, Bea Meißner und Steffen Kühner ging es wohl hauptsächlich darum, sich selbst zu profilieren, eine "Fahnenshow" in Hildburghausen aufzuziehen und vermeintliche politische Gegner einzuschüchtern. Wirres Gerede über den Kommunismus und die Schlagworte "Mauermörderpartei SED" waren die einzigen Dinge, die immer wieder über den Lautsprecherwagen, mit dem Kennzeichen GRZ-KA-444, der Nazis zu hören waren. Die Polizei nahm bei Kontrollen und während der Veranstaltung zwei Anzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen auf und ebenfalls eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Ein Neonazi durfte sich über eine Ordnungswidrigkeit freuen, da er beim Kleben von Stickern erwischt wurde. [2]

Das "Bündnis Zukunft Hildburghausen" hat einmal mehr bewiesen, wie hoch ihr Drang nach Profilierung in Hildburghausen und auch außerhalb in der Naziszene ist. Mehr als einen Fahnenzirkus aufzuziehen, war dann doch nicht drin.


[1] https://www.facebook.com/pages/Hildburghausen-gegen-Nazigedanken-Fremdenhass/469348249754183
[2] http://www.insuedthueringen.de/lokal/hildburghausen/hildburghausen/Polizei-erteilt-auf-Marktfest-Platzverweise-gegen-rechte-Stoerer;art83436,2546003




Steffen Kühner (links)



Phillip Miene (rechts, rotes Shirt)



Fahnenzirkus



Kundgebung



Kundgebung


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