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Suhl: NPD-Kundgebung

Eintragsdatum: 2013-05-30Quelle: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

Die NPD-Wahlkampftour durch Thüringen, die am 18. Mai 2013 mit einer Demonstration in Sonneberg ihren Höhepunkt erreichte, machte auch in Suhl halt. Hier gab es am 17. Mai eine Kundgebung mit Infostand und einem quantitativ beachtlichen Gegenprotest.

Um 12:30 Uhr ging es los mit einer Rede von Patrick Wieschke, dem NPD-Landesvorsitzenden aus Eisenach. Im Schlepptau hatte er u.a. den NPD-Geschäftsführer und Direktkandidaten im Landkreis Schmalkalden-Meiningen Tobias Kammler, der in seiner Rede genauso mit Inhaltslosigkeit und Stumpfsinn glänzte wie sein Vorredner. Insgesamt waren es 12 Neonazis vor der Kreuzkirche in Suhl, die versuchten den demographischen Wandel, also hier den Rückgang der Bevölkerungszahl und sogenannte "Überfremdung", zu skandalisieren. Das sollte wohl auch das Transparent „Volkstod stoppen“ vom „Widerstand Suhl“ ausdrücken.

Wenn vor allem Nazis von Volk reden, meinen sie damit immer ein Zwangskollektiv, eine Gemeinschaft, die sich auf die Blut-und-Boden-Ideologie bezieht, in der jegliche Verschiedenheit repressiv verfolgt werden soll. Ob der Begriff des Volkes auch der häufig von Gegendemonstrant_innen gerufenen Parole „Das ist unser Suhl“ – also Suhler_innen, die ihr Stadtkollektiv rein halten wollten vor Nestbeschmutzern – zu Grunde lag, ist unklar.

Jedenfalls waren es für Suhl und diese Uhrzeit recht viele, nämlich ca. 100 Menschen, die die Nazis nicht in der Stadt haben wollten. Mit dem „Rennsteiglied“ und lautem Gepfeife setzten sie dem inhaltsarmen Gewäsch der Nazis etwas Ähnliches entgegen. Auch war das Polizeiaufgebot etwas verwunderlich. Ca. 20 schwarz gekleidete und vereinzelte Streifenpolizist_innen sicherten die ganze Veranstaltung, indem sie gegen jegliche Trillerpfeifen oder zu weites Vorrücken der Gegendemonstrant_innen vorgingen.

Um 13:45 Uhr war das ganze Spektakel auch schon wieder vorbei. Die NPD-Wandergruppe zog ab und die Protestierenden konnten guten Gewissens ihre Transparente einpacken und sich damit beruhigen, wieder einmal erfolgreich die Demokratie verteidigt zu haben.




















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