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Gräfenroda (Ilm-Kreis): Stimmungsmache gegen Geflüchtete

Eintragsdatum: 2015-10-17Quelle: Antifa Arnstadt-Ilmenau

Die Anzahl der in Gräfenroda lebenden Menschen ohne deutschen Pass dürfte gegen Null tendieren. Flüchtlingsunterkünfte gibt es derzeit in Gräfenroda, immerhin eine der größten Gemeinden des Ilm-Kreises, nicht. Das hindert die lokale CDU nicht daran, Stimmung gegen Geflüchtete zu machen.

Marcel Sauerbrey, Andreas Cyriax und Marcel Schmidt heißen die allesamt noch recht jungen Lokalpolitiker der CDU, auf deren gemeinsamer Facebook-Seite jüngst ein Kommentar abgesetzt wurde, in dem gegen „Asylwahnsinn“ gewettert wird. Und wie immer, wenn rassistische Menschenfeinde von ihren edlen Absichten überzeugen wollen, wird die Angst um Heimat und Kinder in Stellung gebracht. Schon seit Wochen machen u.a. durch jene CDU-Politiker lancierte Gerüchte die Runde, dass in der Gräfenrodaer Turnhalle Flüchtlinge einquartiert werden könnten. Während einige Einwohner durchaus Verständnis signalisieren, scheint die überwiegende Mehrheit der Menschen, die sich in der Sache äußern, auf Linie der Rassisten zu sein. Auch aus Gräfenroda fuhren in den vergangenen Wochen Einwohner zu den Nazigroßaufmärschen der AfD in Erfurt.

In der Nacht zum Freitag, den 16. Oktober, brachten Unbekannte, vermutlich aus dem Umfeld oben genannter Politiker, ein Transparent an der Bahnbrücke am Ortseingang Gräfenrodas (aus Richtung Geschwenda/Geraberg) an, auf dem der selbe Ton und Wortlaut angeschlagen wurde, wie im Facebook-Post genannter CDU-Politiker, die das Transparent erst zum Anlass nahmen, etwas Hetze zu betreiben. Es dauerte nicht lange, da hatte jener Facebook-Post durch die epidemische Verbreitung solcher Scheiße auf Facebook die Nazis aus Arnstadt und Gotha erreicht, die nun weitere Kontakte nach Gräfenroda knüpfen. Inzwischen wirbt Marco Zint aus der faschistischen Kameradschaftsszene Gothas auf jener Facebook-Seite für eine Nazidemo am 28. November in Gotha. Auch die Nazis von THÜGIDA haben den Beitrag der CDU-Politiker zustimmend geteilt.

In der Kommentarspalte auf der Facebook-Seite der CDU-Politiker darf sich inzwischen der Mob austoben. Von „Viehzeug“ in Bezug auf Flüchtlinge ist da u.a. die Rede. In Gräfenroda wächst zusammen, was zusammen gehört. Das ist vor allem für die irgendwann sicher auch in Gräfenroda ankommenden Flüchtlinge eine sehr schlechte Nachricht.

Das am 16. Oktober von Rassisten aufgehangene Transparent an einer Gräfenrodaer Bahnbrücke hing nur einige Stunden.
Der wegen allerlei Vergehen verurteilte Kameradschaftsnazi Marco Zint aus Gotha bewirbt auf der Seite der CDU-Politiker seine Demo. Infos zu Gegenaktivitäten unter: http://welcometogotha.blogsport.de.
Auch auf der Seite von Thüringens Wandernazizirkus THÜGIDA wird die Gräfenrodaer Aktion gefeiert.
"Sehr gewalttätiges Viehzeug" – "Nico Mü", ein in Gräfenroda aufgewachsener Rassist, hetzt in übelster Weise auf der Facebook-Seite der CDU-Lokalpolitiker.
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