Antifaschistische Gruppen Südthüringen

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Über uns

Eintragsdatum: 2011-02-26Quelle: AGST

Im Folgenden wollen wir euch etwas Transparenz darüber verschaffen, wer hier publiziert und mit welchem Selbstverständnis dies geschieht. Dies ist die ehemalige Homepage der mittlerweile aufgelösten Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST), deren Auflösungserklärung ihr hier lesen könnt. Fortgeführt wird die Homepage von Antifaschistischen Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen aus Südthüringen. Das nachfolgende Selbstverständnis, so behalten es sich die Autor_innen vor, verändert sich stets in einem Prozess der Diskussion innerhalb jener Strukturen, die dieses tragen.

Wer wir sind

Die Portalseite der Antifaschistischen Gruppen Südthüringen (AGST) versteht sich als Plattform eines losen Bündnisses aus Gruppen und Einzelpersonen. Als solches sind wir prinzipiell offen für Mit- und Zuarbeit von Gruppen und Einzelpersonen, die im Sinne unserer Grundsätze aktiv sind. Technisch betreut wird dieses Portal von Aktivist_innen, die, aufgrund von Repressionsdruck, niemals öffentlich in Erscheinung treten werden. Die hier publizierenden Gruppen und Einzelpersonen tragen weder die politische, noch die rechtliche Verantwortung für Beiträge, die von anderen Gruppen und Einzelpersonen publiziert werden.

Zum Selbstverständnis

Eine weit verbreitete Binsenweisheit besagt, Antifa sei der Kampf gegen Nazis und ihre Strukturen. Doch das ist nichtmal die halbe Wahrheit. Wer unsere Kritik, unsere Publikationen und Aktionen in diesem Sinne verstehen möchte, irrt. Bei der bloß beschreibenden Aufklärung über Nazistrukturen stehen zu bleiben, würde bedeuten, sich zum Instrument der herrschenden Ordnung zu machen, wie es bei den staatlich finanzierten Anti-Nazi-Initiativen längst Realität ist. Es würde bedeuten die Antifa würde ein Deutschland ohne Nazis als etwas erstrebenswertes ansehen. Abgesehen von der Unmöglichkeit eines solchen Deutschlands, widersprechen wir dieser Vorstellung generell. Wir kritisieren Naziideologie deshalb, weil sie eine regressivere Form bürgerlicher Ideologie ist. Sie als solche zu kritisieren bedeuten die kapitalistische Gesellschaftsordnung als Ganze in die Kritik zu nehmen. Nazis sind ein logisches Produkt kapitalistischer Vergesellschaftung. Die Abschaffung ihrer Ideologie heißt den Kapitalismus und die bürgerliche Ideologie abzuschaffen. Max Horkheimer brachte diesen Zusammenhang einmal in dem Satz auf den Punkt: "Wer vom Kapitalismus nicht reden will, solle vom Faschismus schweigen." In diesem Sinne möchten die hier publizierenden Aktivist_innen einen Beitrag leisten. Die hier veröffentlichten und dokumentierten Inhalte und Aktionen zielen auf die Schaffung kritischen Bewusstseins.

Dieser radikal gesellschaftskritische Ansatz lässt uns an weiten Teilen der politischen Linken in Deutschland und weltweit anecken. Die Ideen von Sozialdemokratie, Stalinismus, DDR-Nostalgie sowie weitere dogmatische Konzepte einer Heilslehre gegen oder mit dem Kapitalismus lehnen wir ab. Sie führen und führten in autoritäre Zwangssysteme, die unserer Idee einer freien und solidarischen Welt im Wege stehen. Wir kämpfen für eine Welt ohne Staaten, Nationen, Klassen und kapitalistische Zwänge, eine Welt in der Jede_r ohne Angst verschieden sein kann und in der das Marx'sche Credo gilt: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!"

Antifa ist in unserem Verständnis sowohl Abwehrkampf gegen einen möglichen Rückfall in die faschistische Barbarei, als auch einer der letzten Statthalter einer emanzipatorischen Theorie und Praxis gegen die alles umfassende Unfreiheit der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Wer mit uns in diesem Sinne aktiv sein will, sei herzlich willkommen.

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